Buchbinderei

In diesem recht kleinen nach Leim und Stoffen riechenden Haus werden aus den losen Blättern der Buchschreiberei richtige Bücher. Es sind alle Qualitätsstufen zu erhalten: von einfachen Heften bis zu aufwendig verzierten und ledergebundenen Büchern. Letztere sind jedoch häufiger zu finden, da es sehr teuer ist, sich ein Buch abschreiben zu lassen. Wer diese Geld aufbringt, der leistet sich meistens auch einen schönen Einband zu seinem Buch. So sind die Buchbinder mehr Künstler als Handwerker. Vor der ursprünglichen Funktionen eines Einbandes, der Blätter zu schützen, ist er längst zu einem Kunstgegenstand geworden, der den Wert eines Buch deutlich erhöhen kann, aber auch den Wert des Geschriebenen widerspiegeln soll. So ist es wenig verwunderlich, dass fein gegerbtes Leder, Blattgold und fein geschmiedete Beschläge inzwischen zu den täglich verwendeten Materialien der Buchbinder gehören. Ein hier gebundenes Buch hält aber auch garantiert ein Leben lang. Leuchtendster Beweis dafür sind die gebundenen Sammlungen von Seekarten, der hier hergestellt werden, sie sind so teuer, dass sie sich nur auf Schiffen der Marine finden. In einem speziellen Verfahren werden alle Seiten einzeln gegen Salzwasser unempfindlich gemacht und dann miteinander vernäht. Man verwendet dazu einen Faden, der nicht verrottet. Abschließend wird das Buch mit einem nicht wasserlöslichem Leim verbunden und in ein Leder gebunden, dass aus der Haut eines speziellen Fisches gemacht wird, welcher das allerdings ist, hält die Binderei streng geheim.

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