Das Auktionshaus

ist schon von weitem an seinem Glockenspielturm zu erkennen. Eine Fassade von gelben Backsteinen ziert das dreistöckige Haus, in dessen Inneren sich im unteren Geschoss ein großer Raum mit Reihen von Stühlen darin befindet. Er wird für die Versteigerungen genutzt. Im ersten Stockwerk befinden sich die Räume, in denen die Waren ausgestellt werden. Ganz oben unter dem Dach und dem Glockenspiel wohnt der alte Auktionator. Er hält selber aber keine Versteigerungen mehr ab, er wohn hier, weil er es war, der dieses Haus vor recht langer Zeit ins Leben gerufen hat.

Unter der Leitung eines kundigen Velen werden hier die verschiedensten Dinge versteigert. Zum günstigen Abtransport der teilweise recht hohen Geldsummen liegt das Haus direkt am Schlosssee. Bei Auktionen muss bar und sofort bezahlt werden, Siegelgeld hat keinen Wert, da der kurzsichtige Auktionator nicht mehr in der Lage ist das Kontrollwort zu lesen, denn auch er, obwohl er schon der Nachfolger des Gründers ist, ist nicht mehr der aller Jüngsten einer.

Jeder kann hier Auktionen veranstalten, der Auktionator bekommt 10% des Erlöses, er kann jedoch eine Auktion auch wegen Minderwertigkeit ablehnen. Die Veranstaltungen werden im Allgemeinen ungefähr vier Wochen vorher angekündigt, so dass eventuelle Kaufinteressenten die Gelegenheit haben, sich die Dinge, die sie zu kaufen beabsichtigen, im Vorherein zu betrachten.

Auch die Stadt selber hält hier von Zeit zu Zeit Auktionen ab, um sich von den Dingen zu trennen, die entweder der Zoll beschlagnahmt hat (allerdings nicht die verbotenen Güter, was mit denen geschieht, weiß niemand so genau) oder die sonst irgendwie in den Besitz der Stadt gekommen sind und sie keine Verwendung mehr dafür hat.

Solch eine Versteigerung ist immer eine sehenswerte Sachen. Und überdies kommt man hier zu vergleichsweise günstigen Preisen zu allerlei Dingen oder findet auch ab und an etwas, das er schon lange gesucht hat und das es nirgendwo sonst mehr zu kaufen gibt.

Print Friendly, PDF & Email