Das Krankenhaus der Velen

In diesem Krankenhaus werden selbstverständlich nur Velen behandelt. Es gibt zwar noch keine besonderen medizinischen Kenntnisse, aber man ist immerhin schon so weit, das Velen verbunden werden können und auch nach einiger Zeit aus dem Koma erwachen. Die Behandler behaupten starrsinnig, das sei ihr Verdienst; nun ja, nachprüfen kann man das ja schließlich nicht. Allerdings haben bisher nur Velen mit relativ guter Konstitution die „Behandlungs“-Methoden überlebt. Das liegt weniger an den Methoden als vielmehr daran, dass die Patienten meist erst sehr spät in das Krankenhaus gebracht werden, als letzter Ausweg sozusagen. Außerdem sind wie bereits gesagt die Methoden noch nicht so weit, dass man Verblutenden oder Velen mit abgetrennten Körperteilen helfen kann. Diese werden meist in den Tempel gebracht, in der Hoffnung, das man dort wenigstens für ihn betet.

Alle Velen, die schon tot gebracht werden oder im Krankenhaus sterben werden für Studien der Anatomie verwendet. Die Qualität der Behandlung ist allerdings weniger auf mangelnde Untersuchung als vielmehr auf die Behandler zurückzuführen. Unter den wirklich Begabten gibt es immer noch große Vorbehalte gegen diese Tätigkeit. Das Krankenhaus ist ein Holzbau von für seine Wichtigkeit extrem großen Ausmaßen.

Ich weiß nicht, wie es von innen aussieht, da ich selbstverständlich noch nicht drinnen war. Auch habe ich davon gehört, dass dort auch versucht wird die Kranken mit Tränken und Gasen wieder zu beleben. Doch soll dies für die Kranken eher eine Tortur, als eine Hilfe sein. Das Hauptmedikament soll Borfhak sein. Außerdem sind die Behandlungskosten nicht gerade als gering zu bezeichnen. Es soll bereits Kranke gegeben haben, die ihren Körper für Experimente frei geben mussten um die Rechnung zu bezahlen. Für diese Erlaubnis wird nämlich relativ viel Geld bezahlt. Es werden auch hin und wieder Körper von Nicht-Velen angekauft um auch deren Anatomie zu untersuchen. Meiner Meinung nach ist der Magie viel mehr zuzutrauen, wenn es um die Heilung von Velen geht, als diesem Krankenhaus, aber jeder soll selbst entscheiden, oder hoffen, dass die, die es für ihn tun, die richtige Wahl treffen, wenn er dazu nicht mehr in der Lage sein sollte.

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