Der gelbe Handschuh

ist eine der weniger angesehenen Lokale im Ort. Das Essen ist günstig, um nicht billig sagen zu müssen, die Getränke jedoch sind ihrem Preis angemessen. Es ist für jemanden, der nicht an Alkohol gewöhnt ist, jedoch nicht anzuraten, in diesem Lokal etwas zu trinken. Das Gebräu, das hier ausgeschenkt wird taugt zweifellos auch als Brennstoff für Öllampen oder Öfen, doch sollten diese Gerätschaften schon recht stabil sein, um die gelegentlichen Explosionen auszuhalten. Doch einen echten Seemann wird das wohl kaum stören. Der gelbe Handschuh liegt nahe der Speicherstadt, daher sind Seeleute die Hauptkundschaft. Das Haus ist relativ klein, es fasst vielleicht 50 bis 60 Wesen, die auch jeden Abend hier zu finden sind. Von außen sieht man ein kleines Fachwerkhaus mit schwarzen Balken und ursprünglich weißen Mauerstücken, die jedoch recht dringend neue Tünche gebrauchen könnte.

Ein Schriftzug in menschlicher Sprache und ein gelb angemalter, metallener Handschuh an der Vorderwand weisen auf den Namen des Lokals hin. Der Wirt ist ein Mensch von ca. 40 Jahren. Es ist kräftig gebaut und sieht so aus, als ob man besser das Zahlen nicht vergessen sollte. Velen suchen diese Spelunke nur auf, wenn sie sich verirrt haben oder total betrunken sind. Die Gäste sind hauptsächlich Menschen und Wesen, die noch tiefer stehen.

Wenn man jedoch eine verschwiegene Mannschaft für ein nächtliches Unternehmen sucht, der es nicht auf ein paar Beulen mehr oder weniger (bevorzugt nicht am eigenen Leib) nicht ankommt, so ist der gelbe Handschuh eine Adresse, die man sich merken sollte. Nicht wirkliche Verbrecher findet man hier, aber immerhin doch Leute, die der Wache eher ungern begegnen.

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