Der Marinehafen

liegt am nördlichen Stadtrand und ist durch einen Streifen hoher Bäume und eine Mauer von der Stadt abgeschirmt. Die Gebäude auf dem Gelände der Marine gliedern sich deutlich in zwei Bereiche: zum einen die Mannschaftsunterkunft und zum anderen die Siedlung der Offiziere. Elf unterscheidet die großen Massenunterkünfte der Mannschaftsgrade von den sehr individuellen, gut gepflegten und hübschen Häusern der Offiziere, deren Frauen viel Zeit haben, sich um deren und die Pflege der Häuser zu kümmern. Hinzukommen ein Lazarett, eine Großküche und diverse andere Wirtschaftsgebäude.

Der Hafen wird zwar von Seesoldaten streng bewacht, doch eine extra Befestigung gibt es nicht, da der Hafen in der Stadt liegt und im Krisenfalle die Schiffe sowieso nicht im Hafen liegen. Die Marine verfügt über sieben Großkampfschiffe und eine Anzahl von kleineren Küstenwachschiffen. Militärisch steht es mit der Erfahrung der Stadt nicht zum Besten, was man zum Beispiel daran sieht, dass alle Großkampfschiffe auf Reede und nicht am Kai liegen oder dass die Konstruktion einem Gnom obliegt. Doch die Stadt lässt sich die Marine einiges kosten, die Offiziere werden gut bezahlt und auch die Ausrüstung ist nicht billig. Zum Beispiel wird grade ein Schiff von geradezu gigantischen Ausmaßen auf der Janus-Werf gebaut. Sein Länge zu Breite Verhältnis von 6:1 sein etwas gewagt, aber der Gnom versicherte, es würde funktionieren.

Sein besonderer „Verdienst“ sind jedoch die Donnerrohre der Marine, die sich auf allen großen Schiffen finden. Es sind Konstruktionen, die bei Verwendung einen lauten Knall von sich geben und einen Menge Rauch spucken. Die Feinde, so es einmal welche gibt, haben entsetzliche Angst vor diesen Rohren. Der Nutzen ist bei der, durch nächtliche Explosionen aufgeschreckten, Stadtbevölkerung durchaus umstritten. Es handelt sich um lange Bronzerohre, die senkrecht in die Rümpfe der Schiffe eingebaut werden. einmal kam es vor, dass ein kleines Fass in ein Rohr viel, als es schon geladen war. Das Fass wurde hoch in die Luft geschleudert und verletzte bei Aufschlag auf das Deck zwei Seeleute. Danach wurden die Versuche mit diesen Rohren von der Marineleitung verboten. Der Gnom experimentierte heimlich und bei Nacht. Erstaunlicherweise kommt jedesmal erst nach dem ersten Probeschuss zufällig eine Gruppe von Wachen vorbei und setzt dem Spuk ein Ende.

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