Der Webstuhl

ist auch eine Zwergenwirtschaft (wie sollte es bei dem Namen anders sein). Im Gegensatz zum Amboss ist der Webstuhl mehr das Lokal, in dem man sich abends nach getaner Arbeit zum Bier triff, bevor man nach Hause zu (bebarteten) Frau geht. Die metallverarbeitenden Zwerge ziehen jedoch den Amboss vor.

Die Zwerge scheinen das Althergebrachte in ihren Lokalen zu lieben, denn jede Neuerung, sei es in der Einrichtung oder bei Speisen oder Getränken verschwand schon nach kurzer Zeit wieder, es fand keinen Anklang, egal was es war. Ich erinnere mich nur zu gut daran, als der Wirt es wagte, kleine Streifen von Kartoffelbrei anzubieten, die er zuvor in siedendem Fett gebacken hatte. Es hätte ihn fast alle seine Stammgäste gekostet. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, was passiert, wenn der Wirt, Jedesfax (mit Betonung auf dem zweiten e) mit Namen es wagen würde, das Essen der Tuschezeichen-Sprecher anzubieten.

Die einzige Änderung, die die Gäste hin und wieder hinnehmen müssen, ist eine Preisänderung, nach oben. Aber selbst die sind selten. Die Preis insgesamt sind moderat und der Qualität angemessen. Wenn ich zwischen dem „Webstuhl“ und dem „Amboß“ wählen müsste, würde ich mich für den Webstuhl entscheiden, das Publikum ist angenehmer und die Atmosphäre angenehmer. Ich werde aber nie in diese Lage kommen, wenn ich eine Zwergenkneipe aufsuche ist es der „Amboß“, da Barftrik, mit dem mich so etwas wie Freundschaft verbindet, als Schmied natürlich dort verkehrt.

Dunkelzwerge werden hier genau wie im „Amboß“ nicht gerne gesehen. Sie sind überall als Krawallmacher verschrien, was wohl durchaus seine Berechtigung hat.

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