Die Feuerwehr

liegt sehr zentral, da sie alle Bereiche der Stadt, natürlich in erster Linie die besseren Wohngegenden, aber auch die Holzhäuser der einfacheren Bevölkerung und die zahlreichen Handwerksbetriebe, schnell erreichen muss. Sie wurde nach dem Brand von 5684 (dieser sonderbaren Zeitrechnung, die nicht unsere ist), der fast die Hälfte der Stadt zerstörte, gegründet. Es handelt sich um eine Berufsfeuerwehr, die sich bisher erfolgreich hat gegen die Erfindungen von Eltrikon wehren können. Daher ist auch die relative Zuverlässigkeit zu erklären.

Als besonders gefährdeter Bürger besteht die Möglichkeit, einen Vertrag mit der Feuerwehr abzuschließen. Inhalt dieses Vertrages ist, dass man beim Verlassen des Hauses für längere Zeit, seinen Schlüssel bei der Feuerwehr abgibt und dieses von Zeit zu Zeit nach dem Rechten sieht und eventuelle Zimmerbrände schon im Keim ersticken kann. Diese Dienstleitung kostet je nach Entfernung des Wohnortes von der Feuerwehrwache und der Brandgefahr zwischen 60 und 300 Ocker-Gulden im Monat. Eine sehr sinnvolle Erfindung diese Feuerwehr, seit es sie gibt, ist es nicht zu nennenswerten Stadtteilbränden oder schlimmerem gekommen.

Finanziert wird sie im Übrigen nicht nur von der Stadt, sondern auch von einer sogenannten Brandkasse. Diese Brandkasse ist eine Art Versicherung, in die man Geldbeträge einzahlt, die sich nach der Feuergefährdung des Hauses richte. Eine Schmiede mit Reetdach zum Beispiel wäre sicherlich teuer als ein aus Stein errichteter Laden. Brennt das Haus ab, so bekommt der Besitzer von der Brandkasse einen Betrag an Geld erstattet, der ungefähr dem Wert des Hauses entspricht kurz bevor es ein Opfer der Flammen wurde. Diese Brandkasse jedenfalls unterstützt die Feuerwehr, denn Vorsorge ist besser als Nachsicht, besonders wenn es um Geld geht.

Die Brandkasse ist im Übrigen nicht freiwillig, jeder, der in Tredalor ein Haus besitzt muss Gelder einzahlen. Der jeweilige Hauptmann der Feuerwehr setzt die Höhe des zu zahlenden Betrages für ein neues Haus fest. Die Beträge werden neu festgelegt, wenn ein Gebäude den Besitzer wechselt, vorher nicht. Es lohnt sich also, ein Bauwerk möglichst lange zu besitzen, da es noch nie vorgekommen ist, dass der zu zahlende Betrag gesunken ist. Vor kurzem wurde übrigens auch Erbschaft zu einem Besitzwechsel erklärt.

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