Kutschenmacher

zwischen den beiden Ost-West Hauptstraßen es Ortes befindet sich die Werkstadt eines Wagners, der sich auf das Anfertigen von Kutschen für die Damenwelt spezialisiert hat. Jede Familie, die etwas auf sich hält, hat mindesten eine dieser Kutschen. Sie sind natürlich nicht so günstig, wie ein normaler Wagen, aber dass sie extrem teuer sind kann elf andererseits auch nicht sagen. Diese Kutschen seid deutlich bequemer als ein normaler Wagen. Sie werden exakt nach den Wünschen der Käuferin gefertigt, wobei der Phantasie keine Grenzen gesetzt sind.

So ist es nicht weiter erstaunlich, dass keine Kutsche, die man in der Stadt sieht, der anderen gleicht. Sie unterschieden sich nicht nur im Wert der Ausstattung und damit im Kaufpreis, sondern auch in ihrem grundsätzliche Aussehen. Einige sind so gebaut, dass die Dame selber lenken muss, andere haben Platz für einen Kutscher, einige sind offen, andere haben Dächer aus gewachstem Stoff und wieder andere verfügen über eine geschlossene Kabine. Es gilt bei allem der Grundsatz: „Jedem das Seine.“

Sogar eine Kutsche, die den alten elfischen Schiffen nachempfunden in Form eines Schwanes gebaut ist, hat man schon gesehen. Besonderes Aufsehen erregte eine Kutsche in Form eines Kürbis, die im letzten Jahr eine Dame zu einem der prächtigsten Bällen brachte. Es ist mir allerdings nicht bekannt, wer sich dieses Fahrzeug hat bauen lassen und der Kutschenmacher schweigt sowieso.

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