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Die Zinnschmelze

Unterstütz das anarchische Prinzip der Dunkelzwerge. In der Mine darf jeder graben wo und wie viel er will, die Schmelze bezahlt nach Gewicht des Zinnes. Auch der Verkauf des Zinnes regelt auch die Schmelze. Es wird nur von städtischen Kaufleuten aufgekauft und in alle Welt exportiert. Der jeweilige Besitzer der Schmelze ist eindeutig der reichste unter den Zwergen, auch wenn den wirklichen Profit an dem Metall natürlich die Händler aus der Stadt machen. Doch der Posten verspricht immerhin soviel Bier, dass immer wieder Zwerge mit der größeren Axt sich zum Chef machen.

dass die Arbeit an den Schmelzöfen nicht besonders förderlich für die Gesundheit ist, haben sogar die dummen Dunkelzwerge eingesehen, insofern verrichten sie diese Arbeit nicht selber, sondern haben sich dafür Troll-Sklaven gekauft. Wenn ich schon sowieso kein Troll sein möchte, da schon mal überhaupt nicht, die Strafen sind genauso hart wie die Arbeit, das Essen und die Unterkünfte sind schlecht und Geld gibt es sowieso nicht. Man stellt also fest, es gibt doch noch eine Lebenstufe unterhalb der Dunkelzwerge – man mag es nicht glauben.

Die Münze

befindet sich unterirdisch unter der Seefestung. Das nötige Metall (Kupfer mit einer Einlagerung von 7,5 Prozent Iridium(aber das ist eine absolutes Staatsgeheimnis)) kommt per Schiff aus  Kunash über die große Insel zur Münzpräge. Auch diese große Insel liegt in der Bucht vor Tredalor und es ist nicht weit bis zur Seefestung.

Vor dem Prägen wird de Metall noch eine Anzahl anderer Komponenten zugegeben (die sind so geheim, dass nicht einmal ich sie kenne). Die große Insel ist fast völlig untergraben. Grund dafür sind eine größere Anzahl von Dunkelzwergen, denen die Stadt das Privileg auf 1799 Jahre verliehen hat, das einzige Münzmetall zu fördern. In den höheren Ebenen des Bergwerkes sind Vorräte für den Belagerungsfall eingelagert. Die Seeseite der Berkwerksinsel sind Schanzen für Balistastellungen in den unbegehbar gemachten Felsen gegraben. Von Außen sind sie fast nicht auszumachen, von innen haben sie sowohl Zugänge von der Oberfläche, als auch aus dem Bergwerk. Die Insel ist oberflächlich bewaldet und enthält einige versteckte Wildgehege zur Versorgung der Minenarbeiter. Die einzigen Zugänge zu diesen Gehegen führt direkt in das Bergwerk.
Die Bergwerke sind aber bei Weitem nicht so ergiebig, wie man gedacht hatte. Daher wird das meiste Metall inzwischen importiert. Das allerdings ist auch eine der Dinge, über die nicht so gerne geredet wird.

Der Wert der Münzen beträgt auf Grund der von der Stadtverwaltung garantierten Deckung 10, 20 oder 50 Goldmünzen, je nach Prägung. Die im Umlauf befindliche Geldmenge wird streng von einer städtischen Stelle überwacht. Das Entwerten von Geldstücken ist strafbar. In den drei größten Handelsgesellschaften erkennen sogenanntes Siegelgeld an. Das Geld der Stadt heißt auf Grund seiner Färbung „Ockergeld“ und wird auch in anderen Städten gerne angenommen.

Es ist fast nicht möglich, das Geld von Tredalor nachzumachen. Vor 423 Jahren gelang es einem genialen Alchimisten, Geld zu schaffen, das fast so gut war wie das Ockergeld, man musste schon sehr genau sein, um den Unterschied festzustellen. Man sagt er wurde für sein Verbrechen nicht hingerichtet, sondern die städtische Münze machte sich sein Wissen um das Mischen von Metallen zu nutze. Seit der Zeit sind nur noch falsche Münzen aus anderen Städten aufgetaucht. Fremdes Geld wird in Tredalor zwar genommen, doch nur nachdem sie eingehend geprüft wurden. Sollte man also mit „ausländischem“ Geld bezahlen wollen, kann es schon einmal geschehen, dass derjenige, dem elf es geben will, erst zu einer Bank geht, um die Echtheit prüfen zu lassen oder, wenn er etwas kulanter ist, nur nach der Adresse und dem Namen fragt. Keiner der Händler würde einen Reisenden misstrauen (oder es ihm gegenüber jedenfalls nicht zugeben) und sie werden sich auch jedesmal für diese Prozedur entschuldigen, aber wer will schon gerne betrogen werden.