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Buchschreiberei

In dieser großen Schreibstube kann man sich fast jede Art von Büchern abschreiben lassen. Als Vorlage dient entweder ein eigenes Schriftwerk oder ein Buch, das zum Beispiel die Bibliothek gerne zu Verfügung stellt. Die Schreiber sind in der Lage 250 Sprachen abzuschreiben, was nicht unbedingt bedeutet, dass sie diese Sprachen auch sprechen, sie zeichnen nur genau die Buchstaben ab, die sie in der Vorlage sehen. Diese Form der Buchkopie fördert natürlich Fehler, doch der Druck ist noch in seinen Anfängen. Druck ist eine seltsame Kunst, Buchstaben und Zeichen falsch herum in eine Holzplatte zu schnitzen, diese dann mit Farbe zu bestreichen und dann auf ein Blatt Pergament zu drücken.

Die Buchschreiberei ist eine verbreitete Form der Vervielfältigung und je nach Preis, den man zu zahlen bereit ist, wird die Abschrift dem Original ähnlicher oder nicht.

Ofkolbelt, ein alternder Zauberer, ließ eines Tages eines seiner Bücher mit Geheimwissen hier abschreiben. Er selber hatte schon seit geraumer Zeit Schwierigkeiten mit dem Schreiben, denn die Gicht ließ seine Finger immer unbeweglicher werden ließ. Nun ja, was soll ich sagen, bei solchen Büchern kommt es sehr auf das exakte Übereinstimmen von Original und Kopie an, so dass Ofkolbelt eine größere Summe investierte, um sich dessen zu versichern. Elf setzte auch den begabtesten Schreiber an das Werk, es war einer von den wenigen, die des Lesens mächtig waren. Doch irgendwie muss ihm ein kleiner Fehler unterlaufen sein. Heute kann man dort, wo einst des Zauberers Heim stand, einen tiefen, Krater bewundern, auf dem von Zeit zu Zeit immer noch grüner Rauch aufsteigt.

Buchbinderei

In diesem recht kleinen nach Leim und Stoffen riechenden Haus werden aus den losen Blättern der Buchschreiberei richtige Bücher. Es sind alle Qualitätsstufen zu erhalten: von einfachen Heften bis zu aufwendig verzierten und ledergebundenen Büchern. Letztere sind jedoch häufiger zu finden, da es sehr teuer ist, sich ein Buch abschreiben zu lassen. Wer diese Geld aufbringt, der leistet sich meistens auch einen schönen Einband zu seinem Buch. So sind die Buchbinder mehr Künstler als Handwerker. Vor der ursprünglichen Funktionen eines Einbandes, der Blätter zu schützen, ist er längst zu einem Kunstgegenstand geworden, der den Wert eines Buch deutlich erhöhen kann, aber auch den Wert des Geschriebenen widerspiegeln soll. So ist es wenig verwunderlich, dass fein gegerbtes Leder, Blattgold und fein geschmiedete Beschläge inzwischen zu den täglich verwendeten Materialien der Buchbinder gehören. Ein hier gebundenes Buch hält aber auch garantiert ein Leben lang. Leuchtendster Beweis dafür sind die gebundenen Sammlungen von Seekarten, der hier hergestellt werden, sie sind so teuer, dass sie sich nur auf Schiffen der Marine finden. In einem speziellen Verfahren werden alle Seiten einzeln gegen Salzwasser unempfindlich gemacht und dann miteinander vernäht. Man verwendet dazu einen Faden, der nicht verrottet. Abschließend wird das Buch mit einem nicht wasserlöslichem Leim verbunden und in ein Leder gebunden, dass aus der Haut eines speziellen Fisches gemacht wird, welcher das allerdings ist, hält die Binderei streng geheim.