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Zum grünen Blatt

ist ein Lokal im Viertel der Eldravelen, das sich darauf spezialisiert hat, seine Gäste ohne Fleisch zu bewirten. Die Idee stammt von einem Priester, der der Meinung ist, das man kein lebendes Wesen töten darf und dies auch auf die Nahrungsbeschaffung ausdehnt. In seinem Lokal kann man viele verschiedene Gerichte seiner Gardoran – Küche bekommen. Das Essen ist sehr interessant und auch schmackhaft, wenn auch etwas fade. Das ist erstaunlich, da Gewürze doch wohl nicht von lebenden Wesen stammen, aber vielleicht spricht etwas anderes dagegen, ein Gericht zu salzen oder mit Pfeffer zu versehen. Zwerge, Halblinge und auch andere Rassen trifft man bei Gardoran nur äußerst selten, da sie seine Art der Küche nicht verstehen. Zusammenfassend könnte man sagen, das Lokal ist äußerst schlecht besucht. Die Innenausstattung des Lokals besteht zum größten Teil aus Steinen. Zur Dekoration werden nur Topfpflanzen verwendet, denn mittlerweile ist Gardoran zu der Ansicht gelangt, das es auch nicht gut ist, Pflanzen zu töten, da er meint, auch diese könne man als lebend bezeichnen. Allerdings wirft dies das Problem auf, das er momentan nicht genau weiß, ob es zulässig ist Pflanzen für Nahrung zu töten.

Andererseits könnte es auch sein, das es egal ist, ob man Tiere oder Pflanzen tötet. Deshalb gibt es in seiner Gastwirtschaft momentan nur Gerichte aus Milch, Eiern und anderen Bestandteilen, für die er nicht töten muss. Eier sind allerdings auch nur in wenigen Gerichten enthalten, da sie ja auch schon die Voraussetzungen für ein lebendes Wesen enthalten; genau so sieht es mit jeder Art von Pflanzen aus. Seine Speisekarte besteht fast ausschließlich aus durchgestrichenen Gerichten. Wegen dieser sehr eingeschränkten Speisekarte verkehren bei ihm fast nur seine Glaubensanhänger. Als Nahrungsmittel sind bei ihm zur Zeit erlaubt: Jede Art von Milch, Seetang (weil er weiter wächst), Honig und Gräser.

Das „Lokal“ befindet sich in einem ziemlich alten Haus, das von unten bis oben mit Efeu berankt ist. Gardoran kann sich in eine Art heilige Rage steigern, falls jemand diesen Pflanzen etwas zu leide tun sollte. In warmen Nächten kann man ihn liebevoll mit seinen Pflanzen reden hören. bis auf seine Anhänger glauben alle, Gardoran sein nicht ganz richtig im Kopf, doch solange er keinem etwas tut, wird er auch weiter seine Speisen verkaufen können, denn jeder kann in Tredalor glücklich werden, wenn er niemanden anderen damit stört, falls ich das noch nicht erwähnt haben sollte.

Kartenmacher

Der Laden des Kartenmachers liegt in einem sehr gepflegten Fachwerkhaus in der Nähe der Seereede. Es gibt bei ihm Karten der Umgebung, vor allem jedoch Seekarten zu kaufen. Die Karten sind durchweg auf Seide gemalt und zeichnen sich durch eine hohe Lebensdauer und Wasserbeständigkeit aus, was vor allem die Schiffsführer zu Kunden dieses Kartenmachers macht. Bevor er den Laden eröffnete soll der Eldravelen selber Reisen unternommen haben, um neue Karten zu erstellen. Man erhält hier Seekarten von fast allen Gewässern und Gegenden Dracandrias, die an Wasser grenzen. Landkarten sind eher selten, doch wenn das gewünschte Gebiet nicht allzu abgelegen ist, kann man hier auch eine solche erwerben. Karten sind sehr teuer, da jede eine Einzelanfertigung ist, mit der der Velen beginnt, wenn ein Kunde die Hälfte des Preise angezahlt hat.

Die Herstellung einer Karte dauert je nach Auftragslage und Größe der Karte drei bis zehn Tage. Eine besondere Spezialität des Velen sind Stadtpläne von Tredalor, obwohl das keine Seekarten sind. Sie sind erstaunlich genau, man hat durchaus die Chance, das, was man sucht, nach der Anleitung eines solchen Planes auch zu finden.

In den Laden sind alle Wände über und über mit Karten bemalt, auf denen sich wie im übrigen auch auf den verkauften Karten Seeungeheuer, versunkene Schiffe und ähnliches tummeln. An der Stirnseite des nicht allzu großen Raumes befindet sich ein Tresen, dahinter eine offene Tür, durch die man in die Werkstatt blicken kann. Dort steht ein großer Zeichentisch, rundherum Pinsel, Stifte und Farben. Der Velen sitzt meisten daran und zeichnet Seeungeheuer und versunkenen Schiffe, ab und zu aber auch Karten. Um die Ecke ist das Lager mit den Originalkarten, sie sind der ganze Stolz des Velen. Hin und wieder muss eins dieser Originale neu gezeichnet werden, denn auch an ihnen geht die Zeit nicht spurlos vorbei. Kleine Abweichungen von Karte zu Karte sind selbstverständlich, doch im Allgemeinen ist dieser Kartenmacher für seine Genauigkeit bekannt.