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Das Fischerdorf

Das Fischerdorf liegt östlich und ein wenig südlich der Stadt am Meer. Es wird von vier Familien bewohnt und im Gegensatz zur Stadt selber sind die Lebensbedingungen einfach und die Arbeit ist schwer, doch die Fischer sind alle zufriedene Leute. Die Fischer benutzen kleine, flache Boote, mit denen sich drei bis vier Meilen auf das Meer hinausfahren und dort ihre Netze auswerfen. die Boote besitzen zwar einen Mast und Segel. Da aber nachts fast nie Wind weht, werden sie normalerweise gerudert. Der Erfolg der nächtlichen Fischzüge ist verhältnismäßig groß. Auch wenn die Preise, die die Fischer bei den Händlern in Tredalor erzielen nicht besonders hoch sind, reicht es doch, um ihr einfaches Leben zu sichern.

Die Fischer gehören zu den Leuten, die hin und wieder unter den Erfindungen des Eltrikon zu leiden haben, zumal er in unmittelbarer Nachbarschaft wohnt. Doch gegen großzügige Bezahlung findet sich immer ein Fischer, der ein neues Netz oder Boot oder ein neues „unbeschreibliches“ ausprobiert. Das Leben bedrohende Situationen sind bei diesen Tests bisher glücklicherweise ausgeblieben.

Haus A

Das Haus ist wie alle im Dorf ein einfaches Fachwerkhaus mit reetgedecktem Dach. Doch sind die Häuser recht stabil gebaut, da sie den hin und wieder vorkommenden Herbststürmen trotzen müssen. Das Dorf ist ja nicht durch eine Mauer geschützt und steht recht nahe am Meer.

Im Inneren gliedert es sich in eine Küche (fließend Wasser gibt es auf dem Dorfplatz), ein Schlafzimmer mit zwei Betten (die Tochter der Familie soll Priesterin Estvalkudions werden und ist deshalb in einem Tempel untergebracht) und einem Wohnzimmer mit auffallen vielen Stühlen (die Dorfgemeinschaft liebt es, im einem der Häuser zusammenzusitzen und sich über das Neuste zu unterhalten). Jakob der Fischer ist ein fröhlicher Mann, der keinem etwas zu Leide tut.

Haus B

Es ist dem ersten nahezu identisch, nur ist es etwas kleiner und man betritt durch die Haustür sogleich das Wohnzimmer. Ein normal großer Mann hätte Probleme in diesem Haus aufrecht zu stehen, wenn er es überhaupt betreten würde, denn der Bewohner ist ein Zwerg, Kromlin mit Namen, mit seiner Frau. Es mutet etwas merkwürdig an, einen Zwergen unter Fischern zu finden, zumal es sich um einen Bergzwergen handelt. Doch es gibt eine ganz einfache Erklärung: Der Zwerg war in seinem Clan als Feigling verschrien und legte ein Gelübde ab, 34 Jahre lang jeden Tag aufs Wasser hinauszufahren. Aus diesem Grunde lebt er unter den Fischern und ist ein etwas mürrischer Typ, da er Wasser und alles, was damit zu tun hat nicht leiden kann. Er hat aber noch 20 Jahre vor sich und in Wohnraum, der eher einer Höhle als einem Zimmer gleicht, findet sich eine Tafel, auf der sich für jeden schon vergangenen Monat ein Kreidestrich befindet.

Haus C

Dieses Haus ist deutlich das größte und prächtigste in diesem Dorf. Auffällig sind die stilgemäß überhaupt nicht zu Haus passenden Säulen links und rechts des Eingangs. Das Haus beinhaltet neben den schon bekannten Räumen einen Laden und einen Lagerraum von beträchtlicher Größe. In dem Laden gibt es alles, was ein Fischer zu täglichen Leben braucht, es werden aber auch die gefangenen Fische über dessen Laden in die Stadt verkauft.

Der Laden ist ein großer Raum, den man durch den Säuleneingang betritt. Direkt gegenüber dem Eingang steht ein langer, immer gut polierter Tresen, hinter dem gewöhnlich der Inhaber steht. An beiden Seiten stehen hohe Regale, in denen die verschiedenen Waren liegen. Die Regale sind so hoch, dass Leitern auf Rollen an den Regalen hin und hergeschoben werden können, um auch die oberen Fächer erreichen zu können.

In den hinteren Räumen wohn der Ladenbesitzer mit seiner Frau, die beiden Kinder sind schon seit einigen Jahren aus dem Haus und leben in der Stadt. Diese Räume bekommt der normale Besucher jedoch nicht zu sehen. Das Haus ist das einzige im Dorf, dessen Fenster mit Gardinen geschmückt sind. Der Ladenbesitzer ist ein Mensch von 54 Jahren.

Haus D

ist wieder ein Fischerhaus, doch neben der bemerkenswerten Raumaufteilung im Inneren fällt ein Schuppen rechts vom Haus auf. Der Fischer ist neben bei der Bootsbauer des Dorfes, der allerdings seit Jahren kein neues Boote mehr gebaut hat, da die Werft in der Stadt einfach preiswerter ist. Er wird aber immer noch Jörn der Bootsbauer genannt, die Fischer sind recht wenig flexibel, wenn es darum geht, von Gewohnheiten abzuweichen. Er hat sich also darauf verlegt, kleine Schäden an den Booten zu reparieren. Diese Leistung nehmen die anderen Fischer gerne an, denn die Reparaturen sind schnell und gut gemacht und sie müssen sich nicht mit dem Leuten aus der Stadt auseinandersetzen. Denn die halten sie für ein bisschen absonderlich.