Schlagwort-Archive: Karten

Kartenmacher

Der Laden des Kartenmachers liegt in einem sehr gepflegten Fachwerkhaus in der Nähe der Seereede. Es gibt bei ihm Karten der Umgebung, vor allem jedoch Seekarten zu kaufen. Die Karten sind durchweg auf Seide gemalt und zeichnen sich durch eine hohe Lebensdauer und Wasserbeständigkeit aus, was vor allem die Schiffsführer zu Kunden dieses Kartenmachers macht. Bevor er den Laden eröffnete soll der Eldravelen selber Reisen unternommen haben, um neue Karten zu erstellen. Man erhält hier Seekarten von fast allen Gewässern und Gegenden Dracandrias, die an Wasser grenzen. Landkarten sind eher selten, doch wenn das gewünschte Gebiet nicht allzu abgelegen ist, kann man hier auch eine solche erwerben. Karten sind sehr teuer, da jede eine Einzelanfertigung ist, mit der der Velen beginnt, wenn ein Kunde die Hälfte des Preise angezahlt hat.

Die Herstellung einer Karte dauert je nach Auftragslage und Größe der Karte drei bis zehn Tage. Eine besondere Spezialität des Velen sind Stadtpläne von Tredalor, obwohl das keine Seekarten sind. Sie sind erstaunlich genau, man hat durchaus die Chance, das, was man sucht, nach der Anleitung eines solchen Planes auch zu finden.

In den Laden sind alle Wände über und über mit Karten bemalt, auf denen sich wie im übrigen auch auf den verkauften Karten Seeungeheuer, versunkene Schiffe und ähnliches tummeln. An der Stirnseite des nicht allzu großen Raumes befindet sich ein Tresen, dahinter eine offene Tür, durch die man in die Werkstatt blicken kann. Dort steht ein großer Zeichentisch, rundherum Pinsel, Stifte und Farben. Der Velen sitzt meisten daran und zeichnet Seeungeheuer und versunkenen Schiffe, ab und zu aber auch Karten. Um die Ecke ist das Lager mit den Originalkarten, sie sind der ganze Stolz des Velen. Hin und wieder muss eins dieser Originale neu gezeichnet werden, denn auch an ihnen geht die Zeit nicht spurlos vorbei. Kleine Abweichungen von Karte zu Karte sind selbstverständlich, doch im Allgemeinen ist dieser Kartenmacher für seine Genauigkeit bekannt.

Zur glücklichen Karte

Diese Spielhalle bietet für jeden Geschmack etwas. Man kann mit 16-seitigen Würfeln, mit Kugeln oder Karten spielen.

Das Kartenspiel besteht aus 80 Karten in den Farben gelb, rot, grün und blau. Pro Farbe gibt des die Karten von 1 bis 20. Ziel des Spieles ist es, von einer Farbe eine möglichst lange Reihe gerader oder ungerader Zahlen zu sammeln und sie mit den Karten einer anderen Farbe aufzufüllen. Gespielt wird normalerweise mit vier Personen. Pro Runde dürfen bis zu drei Karten pro Runde aufgenommen werden und wieder weggelegt werden. Jede kostet einen Einsatz, das Sehen kostet extra und erfolgt statt des Kaufes. Sollten zwei Spieler zwei gleichlange Reihen haben, gewinnen die höheren Zahlen.

Das Kugelspiel gleicht dem Roulett mit dem einer Unterschied, dass es nur 34 Möglichkeiten gibt, und dass diese nicht durch Zahlen, sondern durch Symbole dargestellt werden.

Die Räume sind ganz in dunklem Holz gehalten, so dass die braunen Spieltische fast nicht auffallen. An der Tür steht ein kräftiger und gut erzogener Bullen-Mensch, das den Einlass überwacht. Innen wird nur um Ockergeld gespielt. Es ist davon auszugehen, dass allabendlich ein gewisse Anzahl von Geheimpolizisten in der Spielhalle zu finden sind, um einen reibungslosen Spielablauf zu gewährleisten. Die glückliche Karte gehört zu gleichen Teilen einem reichen Kaufmann und einer Gruppe von Panther-Menschen, die man sich besser nicht zum Feind machen sollte. Man munkelt, die Gilde habe mit diesem Unternehmen zu tun, immerhin gibt es gutes Geld zu verdienen, doch bewiesen ist das nicht. Was andererseits ist im Zusammenhang mit der Gilde schon bewiesen. Der Mensch am Eingang lässt nur solche Spieler passieren, die ordentlich gekleidet sind und so aussehen, als hätten sie genug Geld, um es zu verspielen. Drinnen ist man recht sicher vor dem allgegenwärtigen Taschendiebstahl, der auf den Straßen herrscht, wie gesagt die Polizei ist immer da. Falsch gespielt wird meines Wissens nach hier ausnahmsweise nicht, aber auch ich bin nicht allwissend.