Schlagwort-Archive: Katvelen

Felder

In Mitten der Stadt liegt ein ziemlich großes Gelände, das landwirtschaftlich genutzt wird. Diese offensichtliche Unsinnigkeit stammt noch aus der Zeit, in der die Stadt noch nicht die heutigen Ausmaße hatte. Die beiden Bauernhöfe sind zwar im Besitz eines Bauern, doch ist der kleinere an einen Katvelen verpachtet, der sehr dankbar für diesen Hof ist, denn die Absatzmöglichkeiten sind denkbar gut. Die Städter lieben es frisch einzukaufen und trotzdem nicht weit laufen zu müssen. Bei den beiden Bauern können sie ständig sehen, wie „ihr“ Gemüse heranwächst.

Das Gelände ist bei vielen Kaufleuten so beliebt, das sie schon fast alles versucht haben, um es zu erwerben. Bisher jedoch hat der Bauer allen Angriffen und Verlockungen standgehalten. Es ist aber wohl der Zeitpunkt abzusehen, an dem auch dieser Bereich überbaut wird. Spätestens, wenn irgendjemand den Bereich der legalen Mittel verlässt, um in den Besitz der Felder zu kommen, wird der Bauer wohl aufgeben, denn es ist ein ruhiger und überaus friedliebender Mann. Dennoch ist er sehr standhaft und beharrt auf seinem Besitz.

Es hat bisher immer gesagt: „Ich bin Bauer, was soll ich mit vielen Ockerstücken, die wachsen doch nicht, wenn man sie in die Erde steckt.“ Inzwischen hat sich eine Gruppe von Bürgern gebildet, die nur noch bei diesem Bauern kaufen, weil sie meinen es sei besser, vorher zu sehen, was man isst. Sie behaupten, es sein Dinge in den Pflanzen, die man nicht aufwachsen sieht, die schädlichen für jeden sind, der sie isst. Unsinn, wenn Ihr mich fragt, aber jedem das Seine.

Kunststeinmetz

Dieser Katvelen zeigt eine außergewöhnliche Begabung für das Schaffen von Skulpturen, Grabsteinen und anderen Kunstobjekten aus Stein. Eine recht verwunderliche Tatsache, da ja bekannt ist, dass Katvelen sonst ein recht gestörtes Verhältnis zu Steinen haben. Es ist jedoch so gut, dass sogar von außerhalb der Stadt Leute kommen, um bei ihm arbeiten zu lassen oder sich von ihm ausbilden zu lassen. Es ein aber jedem gesagt, der sich mit einem solchen Gedanken trägt, eine Ausbildung bei diesem Velen ist sehr teuer, aber man kann sich seine spätere Wirkungsstätte nahezu frei wählen, wenn er die Lehre erfolgreich bestanden hat.

Das besondere an diesen Velen ist, dass er alle zwei bis drei Monate seinen Laden für ein paar Tage schließt und in den Wald geht, da er es dann nicht mehr in der Stadt aushält. Die Skulpturen sind wie bereits gesagt überaus beliebt, sie zieren Vorgärten, Hauseingänge, finden sich aber auch innerhalb der Häuser von reichen Elfen immer öfter. Wenn ich Stein sage, dann meine ich alles von einfachem Sandstein über Granit bis hin zu feinstem Marmor. Besondere Erwähnung sollen die Schieferplatten finden, die der Steinmetz zusammen mit Nadiëla herstellt. Es ist schwarzer Schiefer, in den mit feinem Meißel Zeichnungen eingearbeitet werden, die anschließend von der Goldschmiedin mit einem edlen Metall, vorzugsweise Gold oder Platin, ausgefüllt werden. Diese Platten sind von unglaublicher Schönheit und von geradezu außer weltlichem Preis, aber ein schönes Geschenk, für jemanden, der es sich leisten kann.