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Jalas Magierbedarf

ist ein kleiner Laden direkt an einem Marktplatz nördlich der Hafengegend. Man bekommt hier alles, um seine Zuschauer zu verblüffen, doch mit Magie hat das alles recht wenig zu tun. Man findet zum Beispiel, fliegende Teppiche, die am seidenen Faden gehalten werden oder Lampen mit Rauchöl darin, aus denen man durch geschickte Beleuchtung eine Dschinn steigen lassen kann und andere Kuriositäten. Der Laden selber hat etwas von Magie, er ist klein und in dunklen Farben gehalten. Überall stehen Regale mit Dingen darin, deren Sinn erst nach längerem hinsehen deutlich wird. die Fenster sind mit Tüchern in dunklen Farben verhängt, so dass nur wenig Licht in die zwei Räume des Ladens dringt. Von irgendwo ertönt Musik, bei der nicht ganz klar ist ob sie schön ist oder man sich vor ihr fürchten soll.

Jala selber ist wohl 600 oder 700 Jahre alt und kleidet sich in weiten, dunklen Gewändern, so dass sie erst nach einigem Suchen in ihrem Laden zu finden ist. Es gibt Leute, die behaupten, sie könne viel mehr, als nur diese „magischen“ Dinge verkaufen, doch im allgemeinen wird das für ein Gerücht gehalten und ihrer etwas eigenwilligen Umgebung zugeschrieben. Jala ist wirklich Magierin, doch sie erzählt es niemanden. Jemand wie ich merkt so etwas einfach.

Und wenn man zu den wenigen Eingeweihten gehört, kann man hier wahrhaftig alles kaufen, was man für richtige Zauber braucht. Das beginnt bei den einfachsten Komponenten und endet bei Beschreibungen von kompletten und sehr mächtigen Zaubern, die dann natürlich auch ihren Preis haben. Jala achtet sehr darauf, derlei Dinge nicht an Unwissende oder zu junge Magier zu verkaufen, denn jeder, der etwas Erfahrung mit solchen Dingen hat, weiß wie schnell etwas nicht in den gewünschten Bahnen verlaufen kann.

Die hohe Schule der Magie

ist eine großer Gebäudekomplex nahe der westlichen Stadtmauer. Hier sind an der 70 Magier versammelt. Sie grenzen sich von der restlichen Stadt durch eine hohe Mauer aus blauem Stein und einen Wald ab, der durch einen magischen Unfall entstanden ist, doch das wissen nur die wenigsten (also die Sache mit dem Unfall, den Wald kann schon jeder sehen). Zabon der Ältere versuchte einst, einen goldenen Baum zu erschaffen, der auf ewige Zeiten von seiner (also des Zauberers) Größe zeugen sollte. Er dachte wochenlang über eine Formel nach, benötigte Monate, um die nötigen Komponenten zusammenzusammeln. Es war sehr abstruses Zeug, wo findet man schon die Träne einer Fichte? Nun ja, Zabon fand sie und zog sich in seine Gemächer zurück, um den wunderbaren Spruch zu wirken. Drei Tage und Nächte hat ihn niemand zu Gesicht bekommen. Zabon ordnete die Komponenten den Vorschriften gemäß an und begann, die Formeln zu zelebrieren. Irgendein Fehler muss ihm unterlaufen sein, denn an der Stelle, auf die er sich konzentriert hatte, stand kein goldener Baum, sondern ein kleiner grüner(!) Wald. Seither wurde er von seinen Magierkollegen nur noch Zabon der Waldschaffer genannt. Er versuchte sich nie wieder an einem Zauber, der nur im entferntesten mit Pflanzen zu tun hatte.

Die Schule ist schon sehr alt und früher soll es tatsächlich Zeiten gegeben haben, in denen hier Magie gewirkt und entwickelt wurde. Heute ist es eine Schule, die sich mit „moderner“ Naturwissenschaft befaßt. Magie wird nur noch eingesetzt, um sich des tägliche Leben etwas zu erleichtern, zum Beispiel um Essen erscheinen zu lassen oder Staub zu wischen. Hin und wieder kommt es in der Schule zu Erkenntnissen, die dem Wohl der Stadt weiterhelfen. So hat elf zum Beispiel festgestellt, dass Eltrikons Flugapparate nicht fliegen können, es sei gänzlich unmöglich. Und ganz Unrecht haben sie damit nicht. Doch normalerweise forschen die sogenannten Magier (das ist genau wie der Name der Schule ein historischer Begriff) vor sich hin, ohne vom Rest der Stadt bewusst wahrgenommen zu werden.

Die Schule ist ein nicht sonderlich schöner, achteckiger Zweckbau. Er besteht aus grauem Stein, der von zwergischen Händen gemauert wurde, ein magischer Bau hätte zu viele Nebenwirkungen gehabt. Hohe schmale Fenster lassen genau soviel Licht ins Innere, wie man für seine Studien benötigt, es ist aber auch wenig genug, dass niemand bemerkt, wenn einmal ein Kollege für ein paar Stunden einnickt. Der einzige Kunstgegenstand ist die Statue des Gründers der Schule Oktalar im Park. Über den künstlerischen Wert lässt sich allerdings streiten. Diese Statue ist auch das Ergebnis eines magischen Versuches, da der Abgebildete zur Zeit der Erschaffung nicht gegenwärtig war, musste der Künstler sein Werk aus den Gedächtnis schaffen. Wahrscheinlich war er sehr vergesslich oder er hatte sich Oktalar nie so genau angesehen. dass Oktalar ein Elf war, kann elf nur an Hand der Tafel am Sockel der Statue erkennen.

In letzter Zeit sind einige Forscher in der Schule aufgetaucht, die sich mit Dingen befassen, die sich die anderen nicht im entferntesten erklären können. Sie lassen Bürger schweben, Dinge verschwinden und wieder auftauchen und unternehmen noch viel unglaublichere Versuche. Es heiß, es könnte Magie sein, die diese Dinge gesehen lässt. Sollte es an der Schule der hohen Magie etwa eine Rückbesinnung auf alte Werte geben?