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Hauptschmiede

der Zwergenstadt war früher eine reine Hufschmiede, die Barftik von seinem Vater geerbt hat. Ein Teil der Schmiede ist immer noch eine Hufschmiede, die jetzt fast ausschließlich von seinem Sohn betrieben wird. Diese Waren sind vor normaler Qualität, doch viele Stadtbewohner kaufen hier recht gerne hier, denn der Sohn hat ein rechtes Talent im Umgang mit Tieren und die Zwerge sind ja sowieso berühmt dafür, dass sie mit der Begabung zum Schmieden geboren werden. Der andere Teil, in dem Barftik selber arbeitet, dient zu Anfertigung von Kunstschmiedearbeiten (Tore, Fenstergitter …), für die diese Schmiede bekannt ist. Diese Arbeiten findet man überall in Tredalor, doch nur an den Häusern der reicheren Stadtbevölkerung, denn Barftik ist nicht billig. Seine Qualität rechtfertigt allerdings den Preis.

Auf besonderen Wunsch schmiedet Barftik auch Waffen oder Rüstungen. Diese sind jedoch so gut, das sie nicht wenig zum Reichtum des Zwerges beitragen. Nicht jeder jedoch wird seinen Wunsch nach einer Waffe oder Rüstung erfüllt bekommen. Man muss schon ein wahrer Zwergenkrieger sein, oder sich auf sonst eine Weise die Achtung des Zwerges verdient haben. Geld spielt bei Waffen keine Rolle, sicherlich sind sie teuer, aber kein Preis der Welt kann den Zwergenschmied umstimmen, wenn er sich entschlossen hat, einem Wesen keine Waffe oder Rüstung zu verkaufen. Was wirklich keiner weiß (und auch nicht wissen sollte), ist das kleine Geheimnis, das die Waffen und Rüstungen umgibt: sie sind mit meiner (des Stadtschreibers) Hilfe etwas magisch. Worin diese Magie besteht möchte ich hier nicht bekanntgeben, doch es sei gesagt, es gibt keine zwei Waffen, die auf gleiche Art magisch sind.

Der Zwerg war in seinem „Vorleben“ eine erfolgreiche Form von Kämpfer (von den Zwergen Schlachtenwüter genannt, das ist eine Art von Kämpfern, die fast alles können, sie werden auch in dieser nicht existenten Spezialtruppe vermutet) und bezieht daher noch ein weiteres Einkommen. Der Sohn ist nicht sein leiblicher Sohn, er hat ihn nach einem Kriegszug gefunden und mitgenommen, doch Barftik behandelt ihn wie einen solchen. Nach der „Geburt“ seines Sohnes gab er das aktive Kriegerhandwerk auf und ließ sich in Tredalor nieder. Die Goldketten mit denen er sich zu behängen pflegt heben sich in seltsamer Weise von seiner dunklen Hautfarbe ab und weisen außerdem darauf hin, dass sein Hufschmiedegeschäft recht gute Gewinne abwerfen muss. Seine Haartracht ist von recht seltsamer Gestalt, er hat schwarze Haare, jedoch nur in einem etwa zwei Zoll breiten Streifen, der sich in der Mitte seines Kopfes von Vorne nach Hinten erstreckt.

Besonders dankbar bin ich für einen kleinen Dolch, den Barftik mir zum Geschenk gemacht hat. So bin ich der einzige Nicht-Zwerg, der eine dieser Waffen tragen darf.

Soltar der Schmied

Soltar ist vielleicht nicht der beste velenische Schmied, den man sich vorstellen kann, aber das macht nicht viel aus. Seine Haupeinnahmequelle ist der Handel mit Informationen. Durch sein schier unglaubliches Spitzelnetz in Tredalor weiß er über alles und jeden Bescheid. Und er macht sein Wissen zu Gold. Zu viel Gold! Inzwischen ist sein Vermögen und sein Einfluss so stark gewachsen, dass selbst die Diebesgilden ihm mit Vorsicht begegnen müssen. Was nicht heißt, dass sie ihn fürchten, aber wer verzichtet schon gerne auf eine sichere und vergleichsweise einfache Informationsquelle?

Dem arglosen Betrachter mag dieser Sachverhalt nicht ins Auge fallen. Eine Schmiede, in der Metall in allen Varianten verkauft wird. Vom Schwert zum Spaten, von der filigranen Bronzeskulptur bis zum Hammer. Doch dem Kenner wird auffallen, dass die Arbeiten von vielen unterschiedlichen Schmieden geschmiedet wurden, denn Soltar ist faul. Er lässt seine Leute und sein Geld für sich arbeiten. Da er viel Wert auf Stil legt und seine Fassade, die eigentlich keinem Zweck mehr dient, da jeder weiß womit er in Wahrheit sein Geld verdient, kann man in seinem Lagen sehr gute Waffen und auch andere Ausrüstungsgegenstände kaufen. Manchmal kann man dort sogar Waren der bekanntesten velenische (auch wenn niemand weiß, wo diese sind) und auch zwergischen Schmiede erstehen (sie sind natürlich alle von Soltar persönlich!).

Soltar ist nach außen hin sehr „velenisch“ und intolerant gegenüber anderen Rassen, doch in Wahrheit ist er nur egoistisch. Er ist nur auf seinen Vorteil bedacht. Er lebt in einem der nobelsten Häuser im Nord-Osten der Stadt, wo er auch seine „Schmiede“ betreibt. Wenn man sich diesen Straßenzug genau anschaut, wird man feststellen, dass sich erstaunlich viele Unauffällige verteilt haben und man hier besser keinen Aufstand proben sollte. Wo und wie Soltar seine Spitzel verteilt hat, und wen er geschmiert hat, weiß wohl außer Soltar niemand genau. Er hat zwar Gehilfen, die die Arbeit für ihn tun, kaum einer weiß jedoch vom anderen. Man sollte versuchen Soltar in Ruhe zu lassen und hoffen, dass er nicht allzu viel über einen erzählt. Das ist sowieso einer der Sichersten Wege in Tredalor ein langes und glückliches Leben zu haben.