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Das Auktionshaus

ist schon von weitem an seinem Glockenspielturm zu erkennen. Eine Fassade von gelben Backsteinen ziert das dreistöckige Haus, in dessen Inneren sich im unteren Geschoss ein großer Raum mit Reihen von Stühlen darin befindet. Er wird für die Versteigerungen genutzt. Im ersten Stockwerk befinden sich die Räume, in denen die Waren ausgestellt werden. Ganz oben unter dem Dach und dem Glockenspiel wohnt der alte Auktionator. Er hält selber aber keine Versteigerungen mehr ab, er wohn hier, weil er es war, der dieses Haus vor recht langer Zeit ins Leben gerufen hat.

Unter der Leitung eines kundigen Velen werden hier die verschiedensten Dinge versteigert. Zum günstigen Abtransport der teilweise recht hohen Geldsummen liegt das Haus direkt am Schlosssee. Bei Auktionen muss bar und sofort bezahlt werden, Siegelgeld hat keinen Wert, da der kurzsichtige Auktionator nicht mehr in der Lage ist das Kontrollwort zu lesen, denn auch er, obwohl er schon der Nachfolger des Gründers ist, ist nicht mehr der aller Jüngsten einer.

Jeder kann hier Auktionen veranstalten, der Auktionator bekommt 10% des Erlöses, er kann jedoch eine Auktion auch wegen Minderwertigkeit ablehnen. Die Veranstaltungen werden im Allgemeinen ungefähr vier Wochen vorher angekündigt, so dass eventuelle Kaufinteressenten die Gelegenheit haben, sich die Dinge, die sie zu kaufen beabsichtigen, im Vorherein zu betrachten.

Auch die Stadt selber hält hier von Zeit zu Zeit Auktionen ab, um sich von den Dingen zu trennen, die entweder der Zoll beschlagnahmt hat (allerdings nicht die verbotenen Güter, was mit denen geschieht, weiß niemand so genau) oder die sonst irgendwie in den Besitz der Stadt gekommen sind und sie keine Verwendung mehr dafür hat.

Solch eine Versteigerung ist immer eine sehenswerte Sachen. Und überdies kommt man hier zu vergleichsweise günstigen Preisen zu allerlei Dingen oder findet auch ab und an etwas, das er schon lange gesucht hat und das es nirgendwo sonst mehr zu kaufen gibt.

Die Münze

befindet sich unterirdisch unter der Seefestung. Das nötige Metall (Kupfer mit einer Einlagerung von 7,5 Prozent Iridium(aber das ist eine absolutes Staatsgeheimnis)) kommt per Schiff aus  Kunash über die große Insel zur Münzpräge. Auch diese große Insel liegt in der Bucht vor Tredalor und es ist nicht weit bis zur Seefestung.

Vor dem Prägen wird de Metall noch eine Anzahl anderer Komponenten zugegeben (die sind so geheim, dass nicht einmal ich sie kenne). Die große Insel ist fast völlig untergraben. Grund dafür sind eine größere Anzahl von Dunkelzwergen, denen die Stadt das Privileg auf 1799 Jahre verliehen hat, das einzige Münzmetall zu fördern. In den höheren Ebenen des Bergwerkes sind Vorräte für den Belagerungsfall eingelagert. Die Seeseite der Berkwerksinsel sind Schanzen für Balistastellungen in den unbegehbar gemachten Felsen gegraben. Von Außen sind sie fast nicht auszumachen, von innen haben sie sowohl Zugänge von der Oberfläche, als auch aus dem Bergwerk. Die Insel ist oberflächlich bewaldet und enthält einige versteckte Wildgehege zur Versorgung der Minenarbeiter. Die einzigen Zugänge zu diesen Gehegen führt direkt in das Bergwerk.
Die Bergwerke sind aber bei Weitem nicht so ergiebig, wie man gedacht hatte. Daher wird das meiste Metall inzwischen importiert. Das allerdings ist auch eine der Dinge, über die nicht so gerne geredet wird.

Der Wert der Münzen beträgt auf Grund der von der Stadtverwaltung garantierten Deckung 10, 20 oder 50 Goldmünzen, je nach Prägung. Die im Umlauf befindliche Geldmenge wird streng von einer städtischen Stelle überwacht. Das Entwerten von Geldstücken ist strafbar. In den drei größten Handelsgesellschaften erkennen sogenanntes Siegelgeld an. Das Geld der Stadt heißt auf Grund seiner Färbung „Ockergeld“ und wird auch in anderen Städten gerne angenommen.

Es ist fast nicht möglich, das Geld von Tredalor nachzumachen. Vor 423 Jahren gelang es einem genialen Alchimisten, Geld zu schaffen, das fast so gut war wie das Ockergeld, man musste schon sehr genau sein, um den Unterschied festzustellen. Man sagt er wurde für sein Verbrechen nicht hingerichtet, sondern die städtische Münze machte sich sein Wissen um das Mischen von Metallen zu nutze. Seit der Zeit sind nur noch falsche Münzen aus anderen Städten aufgetaucht. Fremdes Geld wird in Tredalor zwar genommen, doch nur nachdem sie eingehend geprüft wurden. Sollte man also mit „ausländischem“ Geld bezahlen wollen, kann es schon einmal geschehen, dass derjenige, dem elf es geben will, erst zu einer Bank geht, um die Echtheit prüfen zu lassen oder, wenn er etwas kulanter ist, nur nach der Adresse und dem Namen fragt. Keiner der Händler würde einen Reisenden misstrauen (oder es ihm gegenüber jedenfalls nicht zugeben) und sie werden sich auch jedesmal für diese Prozedur entschuldigen, aber wer will schon gerne betrogen werden.

Tredalor

Eine der größten Städte in ganz Dracandria, mindestens aber im Kaiserreich. Auch wenn „Kaiserreich“ mehr nur eine Einordnung in eine Region ist, denn Tredalor labt vom Handel und einer guten Portion Unordnung (nicht Chaos, das will niemand). Einen adligen Herrscher akzeptieren die Städter schon lange nicht mehr über sich und der Kaiser tut sein Möglichstes, die Stadt zu ignorieren. Niemand würde sich wundern, wenn diese Ignoranz Jahr für Jahr mit dem einen oder anderen Barren Gold erkauft wird.

Für eine Stadt wie Tredalor, deren Haupterwerb der Handel ist, ist ein einheitliches Münzsystem von großer Bedeutung. Münzen aus Tredalor werden fast überall in Dracandria als Zahlungsmittel gerne genommen, auch wenn alle an ihren eigenen Münzen festhalten.

Ockergeld

Auf Grund der leicht rötlichen Farbe des Tredalor Geldes wird es Ockergeld genannt. Es wird an zentraler Stelle in der Münze geprägt.

folgende Münzen befinden sich in genau überwachter Menge im Umlauf in Klammern ist der Umrechnungskurs in Goldmünzen der Stadt Reftrec angegeben:

* Pentdekader (50 GM)
* Duodekader (20 GM)
* Dekader (10 GM)

Siegelgeld

Um größere Mengen Geldes sicher transportieren zu können wurde das Sigelgeld erfunden.

Dieses „Geld“ besteht aus einem Bogen speziellen Papiers von 1/2 mal 1/4 Fuß. Auf seiner Rückseite ist ein buntes Strichmuster aufgemal oder gedruckt, das bei flüchtiger oder auch genauerer Betrachtung keinen Sinn zu ergeben scheint.
Diejenigen, die Sigelgeld als Geldersatz annehmen, besizen einen wundersamen kleinen Kasten, in den genau ein Bogen Geld hineinpaßt. sie können in diesen Kasten etwas sehen, das ihnen zeigt, ob ein Bogen echt ist oder nicht. Was sie sehen, hat aber noch keiner von ihnen preisgegeben.