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Borfhak

Wie das Bier – so das Dorf. Im nördlichen Küstengebirge gelegen, das diesen Namen im Übrigen gänzlich zu Unrecht trägt, denn weit und breit gibt es kein Meer, nicht einmal einen größeren See, ist Borfhak eine gut versteckte Ansiedlung von ungefähr 200-250 Bergzwergen, die sich hauptsächlich der Gewinnung von Kupfererz in einem nahen Bergwerk widmen.

Das Dorf selber liegt einem schmalen Nebental nahe einer recht oft von fahrenden Händlern benutzten Straße, auf der auch das Erz abtransportiert wird.

Die Zwerge haben bisher keine Möglichkeit, das Erz selber zu verhütten und damit den Wert ihrer Ware bei weitem zu steigern. Die Waren für die kleinen Läden und auch den Gasthof „Zum Felsen“ werden einmal im Monat durch den Außenposten großen Handelsgesellschaft angeliefert. Der Wirt des Gasthofes kauft überdies gerne die Beute von Jägern und Sammlern auf, um den Speiseplan zu bereichern.

Die Läden haben ein recht geringes Warenangebot und ob der langen Tansportwege ziemlich hohe Preise. Man kann vor Allem solche Dinge kaufen, die für den Bergbau wichtig sind, oder an denen Zwerge gefallen finden. Etwas wie Kunsthandwerk oder feine Stoffe wird man hier vergeblich suchen. An Waffen sind vorwiegend Kraftwaffen, wie Keulen oder Morgensterne sowie zweckentfremdete Arbeitsgeräte wie Hämmer oder Äxte.

Wo wir gerade bei Waffen sind, das Tal ist von hohen, steil abfallenden Felsen eingeschlossen und durch einen massiven Berg von der Straße getrennt, so dass nur zwei leicht zu verteidigende Zugänge übrig bleiben, die bei Bedarf von den kämpferisch gut ausgebildeten Zwergen mit Felsbrocken unpassierbar gemacht werden können. So kommt es, dass noch kein Feind Borfhak erobern konnte. Man muss allerdings sagen, dass es außer einem Trupp von Kobolden vor einigen Jahren auch noch niemand versucht hat, entweder haben sie (die eventuellen Feinde, es mag sie ja geben) Borfhak gar nicht erst gefunden, oder es war einen Angriff nicht Wert. Letzteres sollte man natürlich einem Zwergen nicht unbedingt erzählen, es könnte sein, dass er recht schlagkräftig eine andere Meinung vertritt.

Im allgemeinen sind die Zwerge Fremden gegenüber jedoch recht freundlich, was wahrscheinlich eher daran liegt, dass die Besucher die neusten Neuigkeiten mitbringen, als dass die Zwerge sich tatsächlich über den Besuch an sich freuen würden. Die leibliche Versorgung im Gasthaus ist allerdings wahrhaft gut. Die Portionen sind schmackhaft und reichlich, an Bier wird es sowieso nie fehlen. Wein gibt es – sehr zu meinem Bedauern – leider nicht, denn die Zwerge haben immer noch nicht eingesehen, dass man so etwas trinken kann.

Sogar die Betten in den einfachen aber sauberen Gästezimmern sind seit dem letzten Umbau mit zwei Metern Länge lang genug für fast jeden Reisenden.

Ein Wort noch zu dem Namen beziehungsweise dem Bier. Dem Dorf gegenüber, also auf der anderen Seite der Straße, mündet ein Bergbach in einen kristallklaren und tiefen See von tief blauer Farbe. Es heißt, dieses Felsquellwasser sei das erste, aus dem Borfhak gebraut wurde. Das ist heute allerdings nicht mehr der Fall, wahrscheinlich wäre es zu teuer, all das Wasser von hier nach Tredalor zu bringen, wo das Bier ja inzwischen gebraut wird.

Ein Sohn der Stadt

Lieber Gürgit,

ich werde mich nun auf die Reise machen. Ich hinterlasse Dir diesen Brief als Erinnerung. Dieser Brief enthält eine Art Lebenslauf von mir. Ich bitte Dich, den Brief gut aufzuheben und mich in Erinnerung zu behalten. Ich erspare mir irgendwelche Daten anzugeben, denn zum einen kennst Du sie und zum anderen, was sind schon Zahlen?

Am Anfang war die Stille… ich glaube, diese Geschichte kennst Du.

Ich wurde in Borfhak als Sohn eines tapferen Zwergenkriegers geboren, meine Mutter hat mir viel von ihm erzählt, er muss ein wahrer Held gewesen sein, doch gesehen habe ich ihn nie. Er ist, wie ich es werde, fortgereist, als ich noch nicht einmal geboren war. Ich hoffe aber, ihn auf meinen Reisen zu treffen. Ich kenne nicht einmal seinen Namen, denn noch bevor ich fragen konnte, war auch meine Mutter eines Nachts spurlos verschwunden, doch ich bin sicher, wir werden uns erkennen, wenn ich meinen Vater treffe.

Nun tauchtest Du in meinem Leben auf, ein Halbling in einem Zwergendorf, schon verrückt, aber naja. All mein Wissen und mein Können verdanke ich Dir. Ich bin Dir unendlich dankbar. Als ich meine Geschicklichkeit entdeckte, begann ich, als Dieb alles Lebensnotwendige zusammen zu klauen. Das ging in Borfhak nicht lange gut und ich nahm eine Arbeit als Helfer in der Stadt an. Aber der Lohn war knapp und die Arbeit schwer, so dass ich wieder stehlen musste, um zu überleben.

Eines Tages fand mein Arbeitgeber es heraus und warf mich aus der Stadt. Alsda jagte ich im Wald und ging nicht wieder zurück. So kann es nicht weitergehen, ich werde fortreisen und ein neues Leben beginnen.

Ich danke Dir hiermit noch einmal für Alles, was Du für mich getan hast und tun wirst. Ich hoffe, Dich noch einmal wiederzusehen.

Lebewohl

Küngiin Tügiin

Der Webstuhl

ist auch eine Zwergenwirtschaft (wie sollte es bei dem Namen anders sein). Im Gegensatz zum Amboss ist der Webstuhl mehr das Lokal, in dem man sich abends nach getaner Arbeit zum Bier triff, bevor man nach Hause zu (bebarteten) Frau geht. Die metallverarbeitenden Zwerge ziehen jedoch den Amboss vor.

Die Zwerge scheinen das Althergebrachte in ihren Lokalen zu lieben, denn jede Neuerung, sei es in der Einrichtung oder bei Speisen oder Getränken verschwand schon nach kurzer Zeit wieder, es fand keinen Anklang, egal was es war. Ich erinnere mich nur zu gut daran, als der Wirt es wagte, kleine Streifen von Kartoffelbrei anzubieten, die er zuvor in siedendem Fett gebacken hatte. Es hätte ihn fast alle seine Stammgäste gekostet. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, was passiert, wenn der Wirt, Jedesfax (mit Betonung auf dem zweiten e) mit Namen es wagen würde, das Essen der Tuschezeichen-Sprecher anzubieten.

Die einzige Änderung, die die Gäste hin und wieder hinnehmen müssen, ist eine Preisänderung, nach oben. Aber selbst die sind selten. Die Preis insgesamt sind moderat und der Qualität angemessen. Wenn ich zwischen dem „Webstuhl“ und dem „Amboß“ wählen müsste, würde ich mich für den Webstuhl entscheiden, das Publikum ist angenehmer und die Atmosphäre angenehmer. Ich werde aber nie in diese Lage kommen, wenn ich eine Zwergenkneipe aufsuche ist es der „Amboß“, da Barftrik, mit dem mich so etwas wie Freundschaft verbindet, als Schmied natürlich dort verkehrt.

Dunkelzwerge werden hier genau wie im „Amboß“ nicht gerne gesehen. Sie sind überall als Krawallmacher verschrien, was wohl durchaus seine Berechtigung hat.

Ziegelei

Hier werden die Steine und Dachziegel für die besseren Häuser der Stadt aus mit dem Schiff angelieferten Rohstoffen gefertigt. Diese Stoffe kommen hauptsächlich aus dem roten Land, wo man sowohl reichte Lager an besten Lehm als auch große Berge von Kalk findet. Der feine weiße Sand kommt aus der Gegend der großen Wanderdünen im Kaiserreich, wo sich weite Wüsten erstrecken.

Der Besitzer ist ein wahrer Künstler, daher ist er weit über die Stadt hinaus für seine Schmuck- und Abschlußsteinen bekannt. Der Meister ist ein Zwerg, obwohl er mitten in einem Viertel der Velen seine Werkstatt aufgeschlagen hat. Das hat historische Gründe, denn die Ziegelei mit ihren wunderschönen Fassade aus blauen, glasierten Ziegeln ist eins der ältesten Gebäude in Tredalor. Diese glasierten Ziegel findet man noch an einigen anderen Häusern, sie sind sehr teuer und weisen immer auf einen großen Reichtum der Hausbesitzer hin. Diese Steine werden für jedes Haus einzeln entworfen und gefertigt, so gleicht kein Haus dem anderen.

Die Ziegelei selber ist recht groß und teilt sich in drei Teile. In dem einen, der sich durch einen hohen Schornstein auszeichnet, werden die Ziegel gebrannt, der mittlere Teil ist die eigentliche Werkstatt, in der die wunderbaren Ziegel entstehen. Im rechten Gebäudetrakt wohnt der Zwerg, Bromodo sein Name, es ist der Teil, an den die Ziegel der Fassade noch an besten erhalten sind. Man erkennt ein Muster, das wie Fachwerk aussieht, doch es besteht nur aus unterschiedlich gemauerten Ziegeln. Der Ziegelleimeister ist für seine Rasse ein recht umgänglicher Geselle. Vielleicht liegt es daran, dass er eher ein Künstler denn ein Krieger ist wie die meisten seiner Rassengenossen. Auch dem Alkohol ist er nicht so stark zugetan, was natürlich nicht heißen soll, dass er ein freundlich dargebotenes Bier ablehnen würde, bei dem man sich wunderbar über die tiefsten Geheimnisse der Ziegelmacherei unterhalten kann.

Nagelschmiede

Diese sehr spezialisierte Schmiede wird von Baka einem kräftigen Hügelzwerg betrieben, sie liegt in der Gegend nördlich der Werftarbeitersiedlung und ist wirtschaftlich stakt abhängig von der Janus-Werft. Fast alle Nägel, die in der Schmiede hergestellt werden kauft die Werft auf, da es für sie einfacher ist, als die Nägel selber herzustellen. Für den Hausbau werden weniger Metall- als viel mehr Holznägel verwendet, daher ist dieser Markt für die Schmiede nicht zugänglich. Es lässt sich jedoch gut als einziger Nagelschmied in Tredalor leben, da sehr viele Schiffe gebaut werden.

Bakas Schmiede ist ein Großes Haus aus roten Ziegeln mit einem hohen Schornstein, dessen schwarzer Rauch bei schlechtem Wetter große Teile des Viertel einhüllt. Obwohl die Stadtverwaltung schon öfter unter Strafandrohung für Abhilfe sorgen wollte, hat sich nichts geändert, denn Baka behauptet, es müsse so rauchen, damit die Nägel gut werden. Außerdem würde sich der Verwaltung hüten, die Schmiede wirklich zu schließen, denn ohne Nägel keine Schiffe und ohne Schiffe keine Marine und viel schlimmer, kein Handel. Was der starrköpfige Zwerg genau verbrennt, weiß niemand, und es will wohl auch lieber keiner wissen, jedenfalls stinkt es entsetzlich, so dass elf den Bewohnern der näheren Umgebung nur einen kräftigen Wind wünschen kann.

Möbeltischlerei

diese Tischlerei fertigt speziell für den Bedarf von Zwergen, das heißt, die Möbel sind zwar klein, aber extrem stabil, damit sie das harte Absetzen von vollen Bierkrügen und das Darauf-Herumtanzen ertragen, ohne Schaden zu nehmen. Baldret, der Tischler, fertigt meist ein Stück nur einmal für einen Kunden, da es für ein Leben lang hält. Viele Lokaleinrichtungen sind in dieser Tischlerei gefertigt, damit sie den allabendlichen Belastungen standhalten.

Baldrets Laden liegt in mitten des Zwergendorfes, in einem Haus, das fast nur aus Holz gebaut zu sein scheint, was jedoch ein Irrtum ist, unter der Holzverkleidung verbergen sich dicke Steinmauern. Baldret ist zwar nicht günstig, dafür sind seine Waren auch sehr gut. Sein oberstes Prinzip ist Stabilität, was dazu führte, dass auch die Janus-Werf bei ihm Möbel zur Ausrüstung von Schiffen kauft. Das geht aber nicht so einfach von Statten wie man sich das jetzt vielleicht vorstellt, denn der Zwerg weigerte sich beharrlich, und sei der Preis noch so gut, etwas zu bauen, das dann auf dem Wasser schwimmen sollte. Er hat eben eine sehr persönliche Beziehung zu seinen Werken. Da die Werft aber unbedingt Möbel aus Baldrets Fertigung haben wollte, dachte man sich eine List aus, um doch noch an die Möbel zu kommen. Ein beliebige Lokal oder eine Privatperson kauft das entsprechende Möbelstück bei dem Zwergen. Nach einigen Tagen wird es oder sie des Stückes überdrüssig und findet in der Werft einen dankbaren Kunden, so dass bei diesen Aktionen sogar noch etwas Gewinn herausspringt. Das geht jetzt schon seit einigen Jahren gut, bleibt abzuwarten, wann der Zwerg diesen Betrug durchschaut.

Hauptschmiede

der Zwergenstadt war früher eine reine Hufschmiede, die Barftik von seinem Vater geerbt hat. Ein Teil der Schmiede ist immer noch eine Hufschmiede, die jetzt fast ausschließlich von seinem Sohn betrieben wird. Diese Waren sind vor normaler Qualität, doch viele Stadtbewohner kaufen hier recht gerne hier, denn der Sohn hat ein rechtes Talent im Umgang mit Tieren und die Zwerge sind ja sowieso berühmt dafür, dass sie mit der Begabung zum Schmieden geboren werden. Der andere Teil, in dem Barftik selber arbeitet, dient zu Anfertigung von Kunstschmiedearbeiten (Tore, Fenstergitter …), für die diese Schmiede bekannt ist. Diese Arbeiten findet man überall in Tredalor, doch nur an den Häusern der reicheren Stadtbevölkerung, denn Barftik ist nicht billig. Seine Qualität rechtfertigt allerdings den Preis.

Auf besonderen Wunsch schmiedet Barftik auch Waffen oder Rüstungen. Diese sind jedoch so gut, das sie nicht wenig zum Reichtum des Zwerges beitragen. Nicht jeder jedoch wird seinen Wunsch nach einer Waffe oder Rüstung erfüllt bekommen. Man muss schon ein wahrer Zwergenkrieger sein, oder sich auf sonst eine Weise die Achtung des Zwerges verdient haben. Geld spielt bei Waffen keine Rolle, sicherlich sind sie teuer, aber kein Preis der Welt kann den Zwergenschmied umstimmen, wenn er sich entschlossen hat, einem Wesen keine Waffe oder Rüstung zu verkaufen. Was wirklich keiner weiß (und auch nicht wissen sollte), ist das kleine Geheimnis, das die Waffen und Rüstungen umgibt: sie sind mit meiner (des Stadtschreibers) Hilfe etwas magisch. Worin diese Magie besteht möchte ich hier nicht bekanntgeben, doch es sei gesagt, es gibt keine zwei Waffen, die auf gleiche Art magisch sind.

Der Zwerg war in seinem „Vorleben“ eine erfolgreiche Form von Kämpfer (von den Zwergen Schlachtenwüter genannt, das ist eine Art von Kämpfern, die fast alles können, sie werden auch in dieser nicht existenten Spezialtruppe vermutet) und bezieht daher noch ein weiteres Einkommen. Der Sohn ist nicht sein leiblicher Sohn, er hat ihn nach einem Kriegszug gefunden und mitgenommen, doch Barftik behandelt ihn wie einen solchen. Nach der „Geburt“ seines Sohnes gab er das aktive Kriegerhandwerk auf und ließ sich in Tredalor nieder. Die Goldketten mit denen er sich zu behängen pflegt heben sich in seltsamer Weise von seiner dunklen Hautfarbe ab und weisen außerdem darauf hin, dass sein Hufschmiedegeschäft recht gute Gewinne abwerfen muss. Seine Haartracht ist von recht seltsamer Gestalt, er hat schwarze Haare, jedoch nur in einem etwa zwei Zoll breiten Streifen, der sich in der Mitte seines Kopfes von Vorne nach Hinten erstreckt.

Besonders dankbar bin ich für einen kleinen Dolch, den Barftik mir zum Geschenk gemacht hat. So bin ich der einzige Nicht-Zwerg, der eine dieser Waffen tragen darf.

Borfhak

Die Brauerei liegt in Zwergenviertel, wo sonst und stellt zwei Sorten von Bier her. Ein dunkles Starkbier, dem sie ihren guten Ruf verdankt und ein Weizenbier, das noch nicht auf dem Höhepunkt der Entwicklung angekommen ist. Die Rohstoffe für das Bier, das es übrigens in allen Lokalen der Stadt unter dem Namen „Bofhak“ zu kaufen gibt, werden von streng überwachten Bauern aus dem weiten Umland angebaut. Der Leiter der Brauerei ist ein Tiefenzwerg namens Dorgur. Das Bier wurde zwar ursprünglich in einem Dorf namens Borfhak angebaut, doch die Kapazitäten an Brauraum, Wasser und Rohstoffen wurde dort schnell knapp, nachdem begonnen worden war, das Bier in die ganzen Reiche, vor allem aber nach Tredalor, zu verkaufen. So wurde die Brauerei einfach dorthin verlegt, wo sich die meisten Biertrinker versammelt hatten, man kann sich denken, dass es sich bei denen natürlich um die Zwerge der Stadt handelt.

Etwas gibt es übrigens, dass das Bier noch heute mit seinem Ursprungsdorf verbindet, alle Brauer sind Zwerge aus Borfhak und niemand, der nicht von dort kommt wird eingestellt, und schon niemandem von außerhalb wird das Rezept verraten. Überdies gibt es auch in Borfhak selber noch eine Brauerei, aber die ist recht klein und dort wird das Bier hauptsächlich für den Eigenbedarf und die nähere Umgebung gebraut.

Die Zinnschmelze

Unterstütz das anarchische Prinzip der Dunkelzwerge. In der Mine darf jeder graben wo und wie viel er will, die Schmelze bezahlt nach Gewicht des Zinnes. Auch der Verkauf des Zinnes regelt auch die Schmelze. Es wird nur von städtischen Kaufleuten aufgekauft und in alle Welt exportiert. Der jeweilige Besitzer der Schmelze ist eindeutig der reichste unter den Zwergen, auch wenn den wirklichen Profit an dem Metall natürlich die Händler aus der Stadt machen. Doch der Posten verspricht immerhin soviel Bier, dass immer wieder Zwerge mit der größeren Axt sich zum Chef machen.

dass die Arbeit an den Schmelzöfen nicht besonders förderlich für die Gesundheit ist, haben sogar die dummen Dunkelzwerge eingesehen, insofern verrichten sie diese Arbeit nicht selber, sondern haben sich dafür Troll-Sklaven gekauft. Wenn ich schon sowieso kein Troll sein möchte, da schon mal überhaupt nicht, die Strafen sind genauso hart wie die Arbeit, das Essen und die Unterkünfte sind schlecht und Geld gibt es sowieso nicht. Man stellt also fest, es gibt doch noch eine Lebenstufe unterhalb der Dunkelzwerge – man mag es nicht glauben.

Weinhandlung

Der hier verkaufte Wein wird hauptsächlich an die Dunkelzwerge der Zinnminengegend verkauft, wenn diese einmal kein Bier trinken wollen. die Qualität würde einem Wein gewohnten Velen zwar den Magen umdrehen, doch den Zwergen kommt es nur auf einen Rausch zu günstigen Preisen an. Ein Wunder überhaupt, dass es diesen Laden noch gibt, denn wann wollen Zwerge schon mal Wein trinken.

Es geht allerdings das Gerücht, dass dieses Gesöff bei Velen als Putzmittel recht beliebt ist. Das Geschäft richtet sich in seinem Äußeren ganz nach seinen Kunden, die Fassade ist bröckelig und die Farbe platzt hier und da ab. Im Inneren liegen Flaschen umher, rissiges Holz und ungewaschene Vorhänge beherrschen das Bild. Allzu gut kann der Umsatz denn wohl doch nicht sein.

Die Pfandleihe

wird von einem Zwergen betrieben. Sie liegt am südöstlichen Rand des ehemaligen Zwergendorfes. Man kann hier fast alles zu Geld machen, zumal die Markt- & Münzaufsicht nicht so genau hinsieht, da das lange gebückte Arbeiten für keinen Beamten gut sein kann. Ob eine Zusammenarbeit mit der Diebesgilde besteht, konnte bisher nicht nachgewiesen werden und wer will schon ungerechtfertigte Beschuldigungen aussprechen (besonders, wenn es um die Gilde geht).

Das Bauwerk fällt durch seine dicken Mauern auf, die Fenster sind mit dicken Gittern gesichert und der Pfandleiher wohnt auch mit seiner Familie in diesem Haus, so ist es nie unbewacht und man sagt, er sein auch ein recht guter Krieger gewesen – oder ist noch wer weiß das bei einem Zwergen schon so genau? Und auch hier trifft die Lebensgrundlage der Stadt zu, es interessiert auch niemanden, solange man hier gute, dass heißt gewinnbringende, Geschäfte machten kann, könnte der Besitzer in seinem Vorleben sonstwas gewesen sein, es würde sich niemand darum kümmern.

Ein ganz besonderer Service der Pfandleihe ist es, dass man dort Dinge zurückkaufen kann, die von jemandem gefunden wurden, bevor man selber sie verloren hatte. (In der Regel finden sich diese speziellen Dinge aber im Fundbüro wieder) Diese Dinge sind nicht immer ganz preiswert, aber viele Bürger und Reisende hängen ja an dem einen oder anderen Gegenstand. Ich will damit nicht sagen, dass Raub in Tredalor kein Verbrechen ist. Es gibt ja auch genügend Mittel, sich davor zu schützen (viele haben mit Geldzahlungen zu tun), aber es ist sicherlich ein Teil des Lebens in der Stadt.