Zur Burgschenke

Dieses Gasthaus wird von Geromio Delato, einem Gnomen, betrieben. Vom äußeren Ansehen her, erinnert das Anwesen an eine Miniaturburg, mit hohen Mauern, Wachtürmen, einem Burggraben und einer Zugbrücke und hat keinen direkt sichtbaren Hinterausgang. Es existiert jedoch eine Verbindung vom Burgbrunnen in eine schmale Gasse, wo der Gang in einem großen Gebüsch endet. Die Mauern haben richtige Schießscharten und einen kleinen, jedoch voll nutzbaren Wehrgang, der die vier Ecktürme und die Tortürme miteinander verbindet. Auf jedem Turm befindet sich auf einem in der Höhe verstellbarem Podest eine dreh- und schwenkbar gelagerte leichte Ballista, auf jedem größeren Turm eine mittlere Ballista, wie auf den einfachen Türmen gelagert, für jede Ballista befinden sich 100 Schuss aus den Plattformen und nochmals 200 Schuss Munition in den oberen Turmräumen. Im Torbogen befindet sich zusätzlich zur Zugbrücke noch ein Fallgitter, das sowohl bei herabgelassener als auch bei hochgezogener Zugbrücke heruntergelassen werden kann. Bei herabgelassener Zugbrücke senkt es sich in die in der Zugbrücke eingearbeiteten Bohrungen und kann so fast unmöglich nach innen eingedrückt werden, bei hochgezogener Zugbrücke befindet es sich außerhalb der Zugbrücke und senkt sich in die im Boden eingelassenen Bohrungen. Des weiteren gibt es zwei Windenräume, die sich in unterschiedlichen Etagen der Tortürme befinden. Der Einstieg zum Geheimtunnel im Brunnen befindet sich normalerweise unter dem Wasserspiegel. Allen Gildenmitgliedern sind jedoch die versteckten Hebel bekannt, nach deren Betätigung sich der Wasserspiegel für die nächste Phase lautlos absenkt, und somit den Geheimgang freigibt, nach Ablauf der Phase hebt sich der Wasserspiegel ebenso lautlos wieder und verdeckt den Gang.

Innerhalb der Burgmauern befinden sich des weiteren, das Haupthaus mit Küche, Lager und Wohnräumen für das Personal, das Gästehaus mit Wohnung des Portiers, das Haus Geromios, der Stall mit Unterkünften für die Stallburschen und die 20 Mann Wache, die Koppel, dem überdachtem Grill, so wie vier mit Zeltplane überdachten Tafeln, auf denen die Speisen und das Bier aufgetragen wird, des weiteren ist der Hof mit einigen Schatten spendenden Bäumen bewachsen.

Die Spezialitäten des Hauses sind verschiedene Gerichte vom Grill und Bier. Geromio bietet seinen Gästen alle erdenklichen Fleisch- und Fischsorten, mit Vorliebe gegrillt, zur Not aber auch gebraten oder gekocht an, dazu serviert man Süßkartoffeln und verschiedenste Gemüsesorten, zum Durst Löschen stehen drei Biersorten zur Auswahl, helles Leichtbier [5\% Alkohol](wird von den meisten Frauen bevorzugt), mittelhelles normalwürziges Bier [9\% Alkohol], oder herbwürziges Borfhakbier [16\% Alkohol]. Die Preise für das sehr gute Essen und die sehr sauberen Zimmer sind relativ niedrig. Geromio steht meistens selber am Grill und lässt sich von einem Koch dabei zur Hand gehen, er versteht dieses als im Preis inbegriffenen Service, sind jedoch einige Gäste vom starken Biergenuss benebelt, so kann es durchaus passieren, dass er ihnen einen Illusionsbraten serviert, um den Umsatz zu steigern, bemerkt der Gast dies jedoch wieder Erwarten, so ist Geromio durchaus bereit, ihm zur Versöhnung ein Glas Dunkelbier auszugeben. Das Bier wird prinzipiell nur in 3/4-Liter Krügen ausgeschenkt.

Es ist den Angestellten streng verboten, sich von den Gästen zu einem Bier einladen zu lasen, dem Annehmen von Trinkgeld ist jedoch nichts entgegen zu setzen. Das gesamte Küchen-, Stall- und Hauspersonal (2 Köche, 4 Küchenhilfen, 4 Kellner, 2 Stallburschen, 1 Kutscher, 1 Portier) besteht aus Gnomen, die Wache setzt sich aus 16 Soldaten mit der Ausbildung an Ballista und Kriegsaxt, sowie 3 Kämpfern als Unteroffizieren und einem Hauptmann zusammen. Um die „Echtheit“ der Burg zu betonen, stehen schichtweise 2 Mann in Gardeuniformen im Torbogen, hinter der Aufschlagstelle des Gitters natürlich, Wache, passieren höhere Stadtbewohner, so wie zum Beispiel Stadträte oder der Bürgermeister, salutieren sie. Einem Stadtrat würde Geromio auch keinen Illusionsbraten vorsetzen, dies bleibt das Privileg der normalen Bevölkerung.

Der Zugang zu den unterirdischen Gängen, die zur Gilde führen befindet sich im oberen Zimmer des Torhauses. Es handelt sich hierbei um eine perfekt getarnte Geheimtür, sie gibt den Zugang zu einem schmalen Aufzug frei, der sich im Inneren der Turmwand befindet. Die Wände der Tortürme sind zur Tarnung des Schachtes alle etwas stärker ausgelegt, was auch in Anbetracht der Massivität von Fallgitter und Zugbrücke gerechtfertigt erscheint. Die Zugbrücke ist tatsächlich ziemlich stabil, während die Massivität des Gitters mittels dicken Hohlstäben vorgetäuscht ist. Die Winden haben eine entsprechende Untersetzung, damit die Bewegungen von Brücke und Gitter behäbig und schwerfällig wirken, können jedoch mühelos von nur einem mittelkräftigen Mann bedient werden. Niemand in der Stadt hat etwas gegen dieses stark befestigte Haus einzuwenden, denn alle wichtigen Persönlichkeiten kehren hier gerne einmal ein und genießen den Kitzel des Nicht-Bestohlen-Werdens.

Geromio ist im Besitz von den Waffen die er gelernt hat, wobei alle Waffen von sehr guter Qualität sind, für seine Hand-Armbrust hat er 30 sehr gute Bolzen. Des weiteren ist er im Besitz einer vorzüglich gearbeiteten Fellrüstung, die er auch ständig unter seiner normalen Kleidung versteckt trägt. Die einzige Waffe die er in seiner Funktion als Wirt trägt ist der große Dolch, den er auch zum Aufschneiden von Fleisch benutzt. Er besitzt außerdem einen kleinen Schild.

Der Diebstahl von Wertgegenständen geschieht folgendermaßen: die Decke des Gasthauses ist hohl, so dass in jedem Zimmer eine Geheimtür in der Decke angebracht ist, die schwer zu finden und vor allem schwer von innen zu versperren ist. Durch diese Türen gelangt Geromio ins Zimmer, natürlich nicht ohne sich vorher unsichtbar gemacht zu haben. Er fliegt dann auf nächtlichen Beutezug, wobei er sich meistens zusätzlich vorher mit Selbsverwandlung tarnt. Da er seine Gäste sehr genau beobachtet, weiß er genau, bei wem welcher wertvolle Gegenstand zu holen ist, und fertigt sich jeweils vorher mit Dauerhafter Illusion (diese und andere Spruchrollen läßt ihm die Gilde als Teil seiner Provision zukommen) ein Duplikat an, durch welches er den Gegenstand dann bei Nacht ersetzt.

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